Projekt- & Praxisberichte

Wie wir ubesafe.de mit KI bauen und prüfen – und warum wir das nicht verstecken

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Alexander Brütsch

Mitgründer und Geschäftsführer der UBESAFE GmbH. Schwerpunkt: IT-Betrieb und Informationssicherheit aus einer Hand – von Managed Services und Microsoft 365 über ISMS bis zu NIS2, TISAX® und ISO 27001.

KI-Transparenz: Ich liebe KI, weil sie mir ermöglicht, mein Wissen verständlich und redaktionell aufbereitet zu teilen – etwas, das mir wegen meiner Rechtschreibschwäche lange schwerfiel. Alle meine Beiträge werden redaktionell überarbeitet.

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Unsere Website ubesafe.de ist in den letzten Wochen komplett neu entstanden – rund 60 Seiten, über 120 Fachbeiträge, ein durchgehender Webstandard. Gebaut und geprüft haben wir sie gemeinsam mit einer KI: Claude von Anthropic. Wir verstecken das nicht. Im Gegenteil: Wer Unternehmen beim sicheren Einsatz von KI begleitet, sollte zeigen können, wie das im eigenen Haus aussieht. Dieser Beitrag beschreibt, wie wir dabei vorgehen – und was die KI darf und was nicht.

Die Grundregel: Die KI arbeitet, Verantwortliche entscheiden

Die Aufgaben sind klar verteilt. Die Geschäftsführung liefert Fachwissen, Fakten und Preise, trifft jede inhaltliche Entscheidung, prüft jede Vorschau und gibt frei. Die KI schreibt Texte, baut Seiten als Daten, prüft Regeln, Links und Bilder, findet Fehler und schlägt Korrekturen vor. Automatische Werkzeuge prüfen wiederholbar, ob jede Seite dem Standard entspricht. Nichts geht live ohne Vorschau, Backup und Freigabe.

Eine einzige Wahrheit statt Bauchgefühl

Eine KI erfindet gern plausibel klingende Details. Deshalb stehen alle Regeln in Dateien, nicht in Köpfen:

  • Eine Faktendatei als einzige Quelle für Preise, Leistungen und Aussagen – was dort nicht steht, wird nicht behauptet.
  • Eine Bauanleitung mit den Designregeln: Farben, eckige Kästen, Schriftgrößen, Darstellung am Handy.
  • Geprüfte Bausteine – Einstieg, Preistabelle, häufige Fragen, Kundenstimme, Kontakt –, aus denen jede Seite zusammengesetzt wird.
  • Sprachregeln, etwa TISAX® immer mit Markenzeichen und „bundesweit“ statt „deutschlandweit“.

Jede neue Entscheidung wandert sofort in diese Regeln. So gilt sie bei der nächsten Seite automatisch – auch für die KI.

Seiten als Daten statt Klickarbeit

Unsere Seiten entstehen nicht durch Zusammenklicken im Editor, sondern als strukturierte Daten aus den geprüften Bausteinen. Jedes Element behält eine feste Kennung. Spätere Korrekturen ändern gezielt einzelne Elemente, statt eine Seite neu zu bauen. Zu jeder Seite gibt es eine Vorschau, die gegengelesen wird, bevor etwas live geht.

Mehrere Sicherheitsnetze

Wir prüfen auf mehreren Ebenen – und zwar so, dass die Prüfung nach jeder Änderung erneut läuft:

  • Ein Validator prüft jede Seite gegen den Webstandard: Farben, Abstände, Layout, Schreibweisen, Bilder.
  • Ein Seiten-Audit findet, was Besucher und Suchmaschinen stört: tote Links, Schaltflächen ohne Ziel, veraltete Adressen, Bilder ohne Beschreibung.
  • Eine Live-Prüfung betrachtet die Seite so, wie die Suchmaschine sie sieht – nicht so, wie sie im Editor aussieht.
  • Screenshots am Handy-Format zeigen Darstellungsfehler, die eine statische Vorschau übersieht.

Was ein einziger Prüftag gefunden hat

Ein Beispiel aus der Praxis: Wir haben unsere Startseite so geprüft, wie die Suchmaschine sie tatsächlich lädt. Ergebnis:

  • Zwei Schaltflächen ohne Ziel – ein dynamischer Link zeigte auf eine gelöschte Seite.
  • Kennzahlen wie „200+ betreute Kund:innen“, die für die Suchmaschine „0“ zeigten, weil sie erst beim Scrollen hochzählen.
  • Ein Link auf eine Seite, die es nicht mehr gibt.
  • Bilder, deren Beschreibung nur „Startseite“ lautete – automatisch vergeben, ohne Aussage.

Daraus entstand ein Prüfskript, das jetzt alle rund 60 Seiten und über 190 Beiträge in Sekunden durchsucht. Am selben Tag wurden über 70 Bildbeschreibungen ergänzt, 115 doppelte Textbausteine im Glossar entfernt und 20 Beiträge mit veralteten Links korrigiert. Jede Änderung lief über Vorschau, Backup und Freigabe.

Wo die Grenzen der KI liegen

Die KI ist schnell und gründlich – aber sie kennt unsere Preise, Verträge und Kundenerfahrungen nur aus dem, was wir ihr geben. Sie hat Fehler gefunden, die uns entgangen wären. Sie hat aber auch Dinge vorgeschlagen, die fachlich nicht gepasst hätten. Deshalb gilt bei uns: KI-Ergebnisse werden nie ungeprüft übernommen. Definierter Input, nachvollziehbarer Output, Entscheidung bei den Verantwortlichen.

Warum das für Ihr Unternehmen relevant ist

Genau diese Fragen stellen sich gerade in fast jedem Unternehmen: Welche Daten darf eine KI sehen? Wer prüft das Ergebnis? Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Unsere Antwort ist dieselbe wie auf der eigenen Website – klare Regeln, wiederholbare Prüfungen, nachvollziehbare Freigaben. Wenn Sie das für Ihr Unternehmen aufsetzen wollen, unterstützt Sie ein Externer KI-Beauftragter mit Richtlinien, Rollen und Kennzeichnung.

Sie wollen wissen, wie das bei Ihnen aussehen kann? Erstgespräch buchen – 30 Minuten, direkt mit dem Fachteam und Alexander Brütsch oder Stefan Wagner.

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