TISAX® AL2 & AL3 – von der Kundenanforderung bis zum Label.
Von Scope und VDA ISA über Risikoregister, Richtlinien und Technik bis zum internen Audit und Assessment – Organisation und Technik aus einer Hand.
- AL2 und AL3, inklusive Prototypenschutz, Datenschutz und Verfügbarkeit
- Internes Audit, Umsetzung und Assessment-Begleitung – bis 15 Mitarbeitende an einem Standort zum festen Preis
- 35+ Jahre Erfahrung im Team, verankert in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg
AL2 & AL3
Vorbereitung, internes Audit und Assessment-Begleitung
6–10 Monate
typischer Umsetzungshorizont bei einem Standort
8 Etappen
von der Anforderung bis zum Label, Ihr Einsatz je Etappe benannt
35+
Jahre Erfahrung im Team
Was über den Erfolg eines TISAX®-Projekts entscheidet.
TISAX® beginnt mit einer Kundenanforderung. Erfolgreich wird das Projekt, wenn Level und Scope früh richtig gesetzt, Risiken nachvollziehbar bewertet, Vorgaben technisch gelebt und Nachweise vor dem externen Assessment intern getestet werden.
Rechtlich ist TISAX® keine Pflicht, faktisch aber eine Marktvoraussetzung: Ohne gültiges Label vergeben viele Hersteller und Zulieferer keine Aufträge mehr. Geprüft wird gegen den VDA-ISA-Katalog. UBESAFE bereitet Ihr Unternehmen organisatorisch und technisch vor und begleitet den Termin – bewertet und vergeben wird das Ergebnis ausschließlich von einem ENX-zugelassenen Prüfdienstleister.
Ihr Kunde hat eine Frist gesetzt? Wir sagen Ihnen in einem Gespräch, ob sie realistisch ist – bevor Sie einen Prüfdienstleister beauftragen.
Entscheidend ist der Datenzugang, nicht die Größe.
Maßgeblich ist, welche Informationen Sie verarbeiten und wer sie Ihnen anvertraut. Wer für einen Hersteller wie Volkswagen, BMW oder Mercedes oder für dessen Zulieferer arbeitet, kommt an TISAX® praktisch nicht vorbei.
Tier-1- und Tier-2-Zulieferer
Bauteile, Baugruppen und Systeme für Hersteller oder deren direkte Lieferanten. Hier wird das Label am häufigsten vertraglich eingefordert.
Entwicklungs- und Ingenieurdienstleister
Konstruktion, Simulation, Erprobung und Beratung mit Zugriff auf Entwicklungsdaten – häufig mit dem zusätzlichen Ziel Prototypenschutz.
IT- und Cloud-Anbieter
Software, Betrieb, Hosting oder Support für Hersteller und Zulieferer. Der Scope betrifft dann meist die eigene Betriebsumgebung.
Fertigung mit Prototypenzugang
Werkzeug- und Musterbau sowie Kleinserien, in denen physische Prototypen oder Vorserienteile zugänglich sind.
Logistik und Transport
Lagerung, Versand und Transport geschützter Teile oder Daten – inklusive Zutritts-, Zonen- und Fotoregeln.
Auch kleine Unternehmen
Die Anforderung hängt am Datenzugang, nicht an der Mitarbeiterzahl. Auch Betriebe mit zehn Mitarbeitenden müssen den Nachweis erbringen, um lieferfähig zu bleiben.
Ein Satz Ihres Kunden wird zum Projekt.
Fast jedes TISAX®-Projekt beginnt nicht mit einem Katalog, sondern mit einer Geschäftsanforderung. Wir übersetzen sie zuerst in Assessment-Ziele, Level, Schutzbedarf, Scope und Terminrahmen.
OEM-Anforderung
Ein Hersteller fordert Labels, Assessment-Ziele, Level und einen Termin. Die Anforderung kommt als Mail oder Vergabeunterlage – nicht als fertiger Projektauftrag.
Weitergabe in der Lieferkette
Ihr Tier-1-Kunde gibt die Pflicht weiter. Was für ihn gilt, gilt vertraglich auch für Sie – inklusive Termin.
Ausschreibung oder Rahmenvertrag
TISAX® steht als Bedingung im Angebot. Ohne gültiges Label gibt es keinen Zuschlag und keine Verlängerung.
8D- oder Korrekturmaßnahme
Nach einem Vorfall oder einer Reklamation wird der Nachweis kurzfristig eingefordert. Der Zeitdruck ist dann bereits hoch.
Eigene Entscheidung
Sie gehen dem ersten Kunden zuvor, statt später unter Termindruck zu starten. Das ist der mit Abstand günstigste Weg.
Vier Fragen, die alles bestimmen
Wer fordert was? Für welche Daten? Für welche Standorte? Bis zu welchem Termin? Diese vier Antworten entscheiden über Level, Scope, Dauer und Preis.
AL2 oder AL3 – und dazu die richtigen Assessment-Ziele.
Zwei Fragen, die oft vermischt werden: Das Level bestimmt, wie tief geprüft wird. Die Assessment-Ziele bestimmen, was zusätzlich betrachtet wird. Beides steht in der Anforderung Ihres Kunden – und beides entscheidet über Aufwand und Termin.
Plausibilitätsprüfung
Selbsteinschätzung, Nachweise und Interviews werden auf Plausibilität geprüft, in der Regel remote. Auch hier müssen Aussagen, Dokumente und technische Realität zusammenpassen.
- Dokumenten- und Nachweisprüfung
- Interviews mit den Verantwortlichen
- Nachvollziehbare Selbstbewertung je Control
- Typischer Auslöser: hoher Schutzbedarf
Wir bereiten vor: ISA-Katalog, Risikoregister, Richtlinien und eine belastbare Nachweisstruktur.
Vertiefte Verifikation
Der Prüfdienstleister verifiziert die Umsetzung intensiver und vor Ort. Technische, physische und organisatorische Live-Stichproben bekommen deutlich mehr Gewicht.
- Vor-Ort-Prüfung im gesamten Scope
- Live-Szenen und technische Stichproben
- Standort- und Mitarbeitervorbereitung
- Typischer Auslöser: sehr hoher Schutzbedarf, Prototypenschutz
Zusätzlich vorbereitet: Begehung, Zonen- und Besucherprozess sowie eine technische Generalprobe.
Die vier Assessment-Ziele
Das Level bestimmt die Prüftiefe, die Ziele bestimmen, was zusätzlich betrachtet wird. Welche Kombination gilt, steht in der Anforderung Ihres Kunden.
Die günstigere Variante ist nicht automatisch die richtige. Entscheidend ist, welches Ergebnis der fordernde Kunde tatsächlich akzeptiert.
Unklar, welches Level Ihr Kunde meint? Wir lesen die Anforderung mit Ihnen zusammen und ordnen sie ein.
Warum TISAX®-Projekte trotz guter Absicht ins Stocken geraten.
Diese drei Punkte kosten in fast jedem Projekt Zeit und Geld. Der weitere Verlauf dieser Seite löst sie in derselben Reihenfolge auf.
Scope, Level und Termin passen nicht zusammen
Der Scope wird geschätzt statt begründet, das Level aus dem Bauch gewählt und der Termin vom Kunden gesetzt. Auffallen tut es erst im Assessment.
Richtlinie, Technik und Nachweis widersprechen sich
Die Richtlinie fordert zwölf Zeichen, das System erzwingt acht. Der Nachweis ist zwei Jahre alt. Genau diese Lücken sucht ein Prüfer.
Im Assessment findet niemand die richtige Antwort
Die Umsetzung existiert, aber die Evidenz liegt verstreut und niemand fühlt sich zuständig. Aus einer Rückfrage werden fünf.
Der Termin steht, der Reifegrad ist unklar?
Wir ordnen Anforderung, Level und Scope in einem Gespräch ein – vor der verbindlichen Beauftragung.
Acht Etappen von der Anforderung bis zum laufenden ISMS.
Jede Etappe hat ein definiertes Ergebnis – und einen klar benannten Anteil, den nur Sie liefern können. Wie viel davon wir übernehmen, entscheiden Sie: Je mehr Sie selbst beisteuern, desto günstiger wird das Projekt.
Anforderung klären
Wer fordert welches Label, für welche Daten, für welche Standorte und bis wann. Offene Punkte gehen zurück an den fordernden Kunden, bevor Budget geplant wird. Ihr Einsatz: die Kundenanforderung weiterleiten, ein bis zwei Stunden Abstimmung.
Level und Scope festlegen
Assessment-Ziele, Level und Geltungsbereich werden begründet festgelegt – inklusive Homeoffice, Cloud-Diensten und externen Administratoren. Ihr Einsatz: Standorte, Dienste und Datenflüsse benennen, halber Tag Geschäftsführung und IT.
Delta prüfen und planen
Wir validieren die Selbsteinschätzung an der echten Organisation und leiten daraus Maßnahmen, Verantwortliche, Termine und einen Kostenkorridor ab. Ihr Einsatz: Zugang zu Fachbereichen und vorhandenen Unterlagen, je Bereich ein bis zwei Stunden.
ISMS umsetzen
Risikoregister, Richtlinien, Prozesse und technische Maßnahmen entstehen gemeinsam – mit der Evidenz, die später im Assessment gezeigt wird. Ihr Einsatz: Freigaben, Entscheidungen und die Punkte, die Sie selbst schreiben wollen.
Intern testen
Internes Audit und Generalprobe: Richtlinien, Interviews, Nachweise und Live-Stichproben werden so geprüft, wie es der Prüfdienstleister tun wird. Ihr Einsatz: Verfügbarkeit der Verantwortlichen an zwei bis drei Audittagen.
Extern prüfen
ENX-Registrierung, Auswahl des Prüfdienstleisters und Initial Assessment. UBESAFE begleitet den Termin und navigiert durch die Nachweise. Ihr Einsatz: Registrierung beauftragen, Prüfdienstleister beauftragen, Termin freihalten.
Abschließen
Feststellungen werden nach Ursache, Risiko, Maßnahme, Verantwortlichem und Frist abgearbeitet und mit validierten Nachweisen geschlossen. Ihr Einsatz: Entscheidungen zu Maßnahmen und Fristen.
Weiter betreiben
Das Label gilt drei Jahre. Reviews, Tests, Awareness, Auswertungen und interne Audits laufen weiter – auf Wunsch als Managed Service. Ihr Einsatz: so viel oder so wenig, wie Sie wollen – oder als Managed Service an uns.
Noch nichts beauftragt? Genau der richtige Zeitpunkt für eine Einordnung – Terminbindung kommt später.
Nicht schätzen, sondern in die Organisation schauen.
Der häufigste teure Fehler passiert hier: Ein Scope wird angenommen, ein Level gewählt und ein Termin bestätigt, bevor jemand geprüft hat, was wirklich vorhanden ist.
Wir schauen in die Organisation, nicht in eine Vorlage
Eine Selbsteinschätzung ist so gut wie die Realität dahinter. Wir prüfen jede Aussage gegen drei Fragen.
- Ist der Prozess definiert, verantwortet und wirksam?
- Lässt er sich mit aktueller Evidenz zeigen?
- Passt die technische Realität zur Richtlinie?
Ergebnis: eine Selbsteinschätzung, die im Assessment standhält – statt einer, die gut aussieht.
Was nach der Delta-Phase vorliegt
Sie haben nach dieser Etappe eine Entscheidungsgrundlage – keine Absichtserklärung.
- Begründeter Scope und festgelegte Assessment-Ziele
- Validierte ISA-Selbsteinschätzung
- Risiko- und Gap-Liste mit Prioritäten
- Verantwortliche, Fristen und die jeweils erwartete Evidenz
- Klare Trennung von Kundenzuarbeit und UBESAFE-Leistung
- Zeit- und Kostenkorridor
Zeitrahmen: 6–10 Monate sind normal. Kürzer ist nach Machbarkeitsprüfung möglich, erfordert aber reservierte Kapazitäten und erhöht den Aufwand. Nach dieser Etappe steht auch, was Sie selbst übernehmen und was wir liefern – das ist der größte Preishebel im Projekt.
Was TISAX® wirklich kostet.
TISAX®-Kosten bestehen aus drei Blöcken: dem Einstieg, mit dem Sie die Lücken überhaupt erst sehen, der Umsetzung durch UBESAFE und den Fremdkosten für ENX und Prüfdienstleister. Nur die ersten beiden können Sie aktiv steuern. Alle Angaben sind Netto-Orientierungen und kein Angebot.
Einstieg: erst die Lücke sehen – beides führen wir durch
Baustein
Leistung und Annahme
Orientierung netto
Microsoft 365 Security Check
UBESAFE prüft Ihren Tenant: Identitäten, MFA und Conditional Access, Gäste und Freigaben, Audit-Logs, Defender und Lizenzen. Optional – aber die beste Ausgangslage.
1.750 €
Internes TISAX®-Audit
UBESAFE führt das Audit durch: Richtlinien gegen die Umsetzung, Interviews, Nachweise, Live-Stichproben. Ergebnis ist ein priorisierter Bericht.
3.500–6.500 €
Beides zusammen
Organisation und Technik in einem Durchgang, gemeinsam beauftragt.
stark rabattiert
Umsetzung durch UBESAFE
Baustein
Leistung und Annahme
Orientierung netto
Umsetzung AL2
Ein Standort, bis 15 Mitarbeitende, Ziel Informationssicherheit, rund 50 % eigene Zuarbeit. Internes Audit enthalten.
ab 12.000 €
Umsetzung AL3
Gleiche Ausgangsgröße, zusätzlich Begehung, Zonen- und Besucherprozess sowie technische Generalprobe.
ab 18.000 €
Assessment-Begleitung
Vorbereitung, reservierte Teilnahme am Prüftag, Nachweisnavigation und Follow-up.
nach Scope
Fremdkosten, die nicht an uns gehen
Baustein
Leistung und Annahme
Orientierung netto
ENX-Registrierung
Offizielle Gebühr je Standort, drei Jahre gültig. Geht an die ENX Association.
405 € je Standort
Prüfdienstleister AL2
Unabhängiges Initial Assessment, meist remote.
ca. 3.500 €
Prüfdienstleister AL3
Vertiefte Prüfung mit Vor-Ort-Anteil, Prüftage und Reise variieren.
ca. 6.000–7.000 €
Ihre Zuarbeit steuert den Preis. Die Einstiegspreise gelten für einen Standort, bis 15 Mitarbeitende, das Ziel Informationssicherheit und rund 50 Prozent eigene Zuarbeit. Übernehmen wir mehr, steigt der Aufwand. Zusätzliche Assessment-Ziele wie Prototypenschutz, Datenschutz oder hohe Verfügbarkeit erweitern die Prüfung. Zur Einordnung: Bei rund 50 Mitarbeitenden an einem Standort liegt der UBESAFE-Anteil für AL2 bei etwa 18.000 € netto – so gerechnet in unserem Kostenbeitrag.
Einen festen Preis kalkulieren wir nur für sehr kleine Projekte – bis 15 Mitarbeitende an einem Standort. Alles darüber rechnen wir nach tatsächlichem Aufwand ab, zu vorher vereinbartem Satz. Mehrere Standorte, Konzernstrukturen, Sprachen, Reisen oder technischer Nachholbedarf lassen ein Projekt schnell in einen deutlich sechsstelligen Bereich laufen; Gruppen- und Konzernprojekte kalkulieren wir erst nach einem strukturierten Scoping.
Nicht enthalten: ENX-Gebühren, Prüfdienstleister, Reisen, Lizenzen, Hardware, bauliche Maßnahmen, Penetrationstests, Managed Services sowie externe Rechts- oder Datenschutzberatung. Für den Betrieb nach dem Audit greifen unsere laufenden Services – Client- und Server-Management, SIEM und Monitoring, Penetrationstest, Security Awareness und der externe ISB.
Was den Preis senkt
- eine entscheidungsfähige Projektleitung bei Ihnen
- Fachbereiche und Systemverantwortliche, die erreichbar sind
- vorhandene Richtlinien, Prozesse und Systeminformationen
- bestehende Nachweise und technische Dokumentation
- zeitnahe Freigaben statt langer Entscheidungswege
Was UBESAFE übernimmt
- Abteilungen befragen und Informationen erheben
- Richtlinien und Dokumente erstellen, prüfen und validieren
- Nachweise einsammeln, bewerten und verknüpfen
- technische Umsetzung in erforderlicher Tiefe prüfen oder umsetzen
- ISMS 1:1 entlang des ISA für die Auditnavigation strukturieren
Sie brauchen eine Zahl für die Geschäftsführung? Nach einem kurzen Scoping bekommen Sie einen belastbaren Korridor statt einer Hausnummer.
Risikoregister und ISA-Katalog halten das Projekt zusammen.
Wenn diese beiden Dokumente stimmen, ist das Projekt steuerbar. Wenn sie fehlen, entsteht eine Sammlung von Dateien, die im Assessment niemand zusammenbringt.
Risikoregister
Es begründet, warum welche Maßnahme priorisiert, reduziert, übertragen oder befristet akzeptiert wurde – und wer bis wann dafür geradesteht.
Hohe Risiken werden nicht dauerhaft akzeptiert. Freigabe, Restrisiko, Prüfdatum und Wiedervorlage gehören dokumentiert.
Ausgefüllter ISA-Katalog
Er ist der Wegweiser durch das Assessment: Je Control steht dort, wie die Anforderung tatsächlich umgesetzt ist und wo der passende Nachweis liegt.
Die 1:1-Struktur entlang des ISA reduziert unnötige Suchfragen. Sie schränkt legitime Prüffragen nicht ein und darf das nicht.
Die Logik dahinter: Control → Risiko → Richtlinie → Verantwortlichkeit → technische Umsetzung → aktueller Nachweis. Schutzbedarf und Auswirkungen bewerten wir konsequent entlang von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Der Betrieb folgt PDCA: planen, umsetzen und schulen, Durchführung und Wirksamkeit prüfen, Abweichungen korrigieren.
Sie haben bereits ein ISMS? Wir prüfen, ob Struktur, Risikoregister und Nachweise einem Assessment standhalten.
Sieben Themenfelder – verständlich und mit Leistung verknüpft.
Diese Übersicht erklärt die Themenfelder in Klartext. Welche Controls im Einzelfall anwendbar sind, entscheidet sich im Scope – maßgeblich bleibt immer der gültige VDA-ISA-Katalog.
IS Policies & Organization
Leitlinien, Rollen, Asset-Management, Risikomanagement, interne Prüfungen sowie Incident- und Krisenmanagement. Nachweise: freigegebene Richtlinien, Rollenbeschreibung, Asset-Inventar, Risikoregister, Auditbericht.
Human Resources
Vertraulichkeit, Rollen, Ein- und Austritt, Sensibilisierung, Schulung und deren Wirksamkeit. Nachweise: Verpflichtungen, Checklisten, Schulungsnachweise, Phishing-Auswertung.
Physical Security
Zutrittszonen, Besuchermanagement, Gebäude, Arbeitsplätze und Prototypenschutz. Nachweise: Zonenplan, Besucherprotokoll, Zutrittsreview, Foto- und Transportregeln.
Identity & Access Management
Identitäten, Authentisierung, Berechtigungen, privilegierte Konten und Rezertifizierung. Nachweise: MFA- und Conditional-Access-Konfiguration, Admin-Konzept, Berechtigungsreview.
IT Security / Cyber Security
Kryptografie, sicherer Betrieb, Logging, Schwachstellen, Änderungen, Backup und Wiederanlauf. Nachweise: Hardening-Baseline, Patchreport, SIEM-Logquellen, Pentest und Retest, Restore-Protokoll.
Supplier Relationships
Auswahl, vertragliche Sicherheitsanforderungen, Überwachung, Unterauftragnehmer und Exit-Strategie. Nachweise: Lieferantenbewertung, Vertragsanforderungen, Reviewprotokolle, Exit-Plan.
Compliance
Rechtliche, regulatorische und vertragliche Anforderungen, Datenschutz und Nachweispflichten. Nachweise: Compliance-Register, Vertragsreview, Datenschutz-Schnittstelle, Freigaben.
ISA2027 ab dem 1. Januar 2027
Für Assessments, die ab diesem Datum beauftragt werden, gilt der neue Katalog. ENX plant künftig jährlich eine Version, veröffentlicht im Sommer, wirksam zum Jahreswechsel. Wer sein ISMS im laufenden PDCA betreibt, hat dann ein Delta statt eines neuen Projekts.
Eine Soll-Aussage ist noch kein Nachweis.
Die meisten Feststellungen entstehen nicht, weil ein Dokument fehlt, sondern weil Vorgabe, technische Realität und Evidenz auseinanderlaufen.
Eine Vorgabe, die im Assessment nicht trägt
Weiche Sprache erzeugt Interpretationsspielraum. Im Assessment wird daraus eine Feststellung.
Ergebnis: Die Aussage „Das machen wir doch längst“ reicht ohne Prozess und Evidenz nicht aus.
Dieselbe Vorgabe, die im Assessment trägt
Eindeutige Sprache ist nur zulässig, wenn sie kommuniziert, technisch unterstützt, kontrolliert und tatsächlich gelebt wird.
Erst dann ist der Prozess definiert, verantwortet, wiederholbar, belegt und auf Wirksamkeit geprüft – die Voraussetzung für einen belastbaren Reifegrad.
Welche Schutzklasse gilt für welches Dokument?
Schutzbedarf und Klassifizierung stehen am Anfang jedes ISA-Controls. Wer nicht sauber trennt, schützt entweder zu wenig oder erzeugt Nachweispflichten, die der Scope gar nicht verlangt. Der Kompass ordnet ein Dokument in wenigen Schritten einer Schutzklasse zu und zeigt, welche Regeln daraus folgen.
Drei Fragen genügen meist: Wem gehört die Information, wer darf sie sehen und was passiert, wenn sie nach außen gelangt? Daraus ergibt sich die Schutzklasse – und mit ihr die Regeln für Ablage, Versand, Freigabe und Löschung, die im Assessment abgefragt werden.
Wir schließen die Lücke dort, wo sie tatsächlich entsteht.
Jede technische Maßnahme wird einem Risiko und einem ISA-Control zugeordnet, umgesetzt, getestet und mit prüffähiger Evidenz versehen. Was nicht rechtzeitig geschlossen wird, läuft als terminierte Maßnahme im Risikoregister weiter.
Identitäten unzureichend geschützt
Umsetzung: MFA, Conditional Access, Administrationskonzept, Rollen und Rezertifizierung. Nachweis: Konfiguration, Freigaben, Reviewprotokolle.
Unbekannte oder ungepatchte Systeme
Umsetzung: Asset-Erfassung, Hardening, Patchmanagement, EDR/MDR. Nachweis: Inventar, Patchreports, Ticket- und Alarmhistorie.
Flaches oder unsicheres Netzwerk
Umsetzung: Segmentierung, Firewall-Regeln, VPN und geschützte Administrationswege. Nachweis: Netzplan, Regelwerk, dokumentierte Reviews.
Fehlende Angriffserkennung
Umsetzung: zentrale Logs, SIEM, Security Monitoring, MDR/SOC und Meldekette. Nachweis: Logquellen, Alarmfälle, Tickets, Reaktionsnachweise.
Ungeprüfte Datensicherung
Umsetzung: Backup-Konzept, geschützte Sicherungen, Restore-Test und Wiederanlauf. Nachweis: Restore-Protokolle, RTO/RPO, Testergebnisse.
Offene Schwachstellen
Umsetzung: Schwachstellenscans, Penetrationstest, Priorisierung, Ticketing und Retest. Nachweis: Findings, Verantwortliche, Fristen, Retest-Bericht.
Awareness nur als einmalige Schulung
Umsetzung: rollenbasierte Schulung, Phishing-Simulation, Wiederholung und Wirksamkeitsbewertung. Nachweis: Teilnahmen, Ergebnisse, Maßnahmen, Trend.
Nachweise ohne Zuordnung
Umsetzung: Evidenzplan je Control mit Verantwortlichem, Frequenz und Ablagestruktur. Nachweis: aktuelle, eindeutig zugeordnete Belege statt gesammelter Screenshots.
Hand in Hand: Umsetzung und Betrieb.
Wir schließen die Lücken nicht nur auf dem Papier, sondern konfigurieren, testen und dokumentieren sie – und übernehmen den Betrieb danach auf Wunsch als Managed Service: Patchmanagement, Endpoint Security, MDR und SIEM, Backup und Restore-Tests, Awareness. Damit bleibt der Nachweis auch im zweiten und dritten Jahr gültig, statt zum Reassessment neu erarbeitet zu werden.
Diese Bausteine schließen die Lücken.
Zwei davon sind planbar kalkuliert: der Microsoft 365 Security Check für 1.750 € netto und der Penetrationstest als Paket ab 380 € im Monat. Beide lassen sich auch ohne laufendes TISAX®-Projekt beauftragen.
Vor dem Assessment testen, was später wirklich gefragt wird.
Das interne Audit ist der Punkt, an dem Abweichungen noch günstig sind. Danach kosten sie Prüftage, Follow-up und im schlechtesten Fall den Termin.
Richtlinien und Controls prüfen
Wir lesen Richtlinien und ISA-Beschreibungen gegen die tatsächliche Umsetzung – nicht gegen die Absicht.
Abteilungen befragen
Geschäftsführung, IT und Fachbereiche werden so befragt, wie es im Assessment passiert. Unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage sind das häufigste Warnsignal.
Nachweise bewerten
Jede Evidenz wird auf Aktualität, Aussagekraft und richtige Zuordnung geprüft. Ein vorhandener Nachweis ist nicht automatisch ein gültiger.
Live testen
Technische und organisatorische Stichproben an realen Systemen und Räumen. Ergebnis ist ein priorisierter Maßnahmenbericht mit Readiness-Einordnung.
Was wir live testen
Zwölf Prüfungen, die im Assessment regelmäßig vorkommen – wir machen sie vorher, an Ihren realen Systemen und Räumen.
- Passwortlänge und technische Durchsetzung
- MFA und Conditional Access
- Admin-, Standard- und Sammelkonten
- Berechtigungen und Rezertifizierung
- Patchstände und Endpoint-Schutz
- Firewall-Regeln und Netzwerksegmentierung
- Logging, SIEM und Alarmwege
- Backup und dokumentierter Restore-Test
- Notfallkette tatsächlich anrufen und Erreichbarkeit dokumentieren
- Exit-Strategie praktisch anhand von Zugriffen, Export, Übergabe und Löschung prüfen
- Zutritt, Empfang, Besucher, Zonen und Fotoverbote
- Clean Desk und Bildschirm-Sperre
Hohe Risiken werden im internen Audit erneut bewertet und mit Prüfdatum versehen.
Preis: In unseren AL2- und AL3-Umsetzungspaketen ist das interne Audit bereits enthalten. Als eigenständige Leistung – wenn Sie nur die Bestandsaufnahme brauchen – liegt es bei 3.500–6.500 € netto, abhängig von Größe, Standorten und technischem Scope. 3.500 € als Sonderkondition, sobald Sie parallel eine weitere Leistung beauftragen. Umsetzung in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen. Alle Details zum Prüfumfang stehen auf der Seite Internes Audit.
Sie wollen wissen, wo Sie wirklich stehen? Das interne Audit ist auch einzeln buchbar – ohne laufendes Umsetzungsprojekt.
Erst Readiness schaffen – dann den externen Termin starten.
Die häufigste teure Reihenfolge ist die umgekehrte: erst beauftragen, dann feststellen, dass die Umsetzung nicht trägt.
Die praktische Projektuhr
Sie läuft, sobald Ihr Kunde die Anforderung stellt – unabhängig von jeder offiziellen Frist.
Es gab Projekte, in denen Dokumente innerhalb von acht Wochen geliefert werden mussten, obwohl noch nichts gestartet war. Das ist Erfahrung – keine allgemeine ENX-Frist.
Die offizielle Korrekturphase
Sie wird regelmäßig mit der Projektuhr verwechselt und deshalb zu spät eingeplant.
Wer die beiden Uhren verwechselt, plant Korrekturzeit ein, die er in Wahrheit nicht hat.
Internes Audit und Readiness
Erst die Entscheidung, ob Sie prüfungsreif sind – dann die verbindliche Beauftragung.
ENX-Registrierung
Scope und Standorte werden im ENX-Portal registriert, sobald Ziele und Geltungsbereich belastbar sind.
Prüfdienstleister wählen
Ziele, Scope, Sprache, Standorte, Vor-Ort-Anteil, Reise, Follow-up, Verfügbarkeit und Preis vergleichen. Beratung und unabhängiges Assessment bleiben getrennt.
Initial Assessment
Der Prüfdienstleister bewertet unabhängig. Bei knapper Frist bereiten wir Registrierung und Kapazitätsabfrage parallel vor – ohne Readiness und internes Audit auszulassen.
Was UBESAFE am Assessment-Tag übernimmt
- reservierter Ansprechpartner für den gesamten Termin
- 1:1-Navigation entlang des ISA
- technische Einordnung an den realen Systemen
- Rückfragen dem passenden Control und Risiko zuordnen
- Feststellung und zusätzliche Empfehlung sauber trennen
- offene Punkte sofort dokumentieren
Wie sich Ihre Mitarbeitenden verhalten
- nur zum eigenen Verantwortungsbereich antworten
- nicht raten und nicht spekulieren
- bei Unsicherheit den Prozesseigner hinzuziehen
- nur den passenden Nachweis öffnen
- Besucher-, Zonen-, Clean-Desk- und Bildschirmregeln leben
- Auffälligkeiten über den definierten Meldeweg eskalieren
Nicht zulässig und für uns ausgeschlossen: Nachweise inszenieren oder rückdatieren, Konten und Systeme nur für den Audittag vortäuschen, ungeklärte Antworten erfinden oder Prüffragen künstlich einschränken.
Termin steht bereits? Wir begleiten das Assessment und navigieren durch die Nachweise.
Der Prüfer fragt Verantwortliche – und schaut in Systeme.
Diese Situationen kommen in nahezu jedem Assessment vor. Sie sind der Grund, warum wir vorher intern testen.
„Das machen wir doch längst."
Ohne definierten Prozess, Verantwortlichen und aktuellen Nachweis bleibt die Aussage eine Behauptung.
Das Passwort wird mitgezählt
Wenn die Richtlinie zwölf Zeichen fordert und das System acht erzwingt, ist der Widerspruch in zehn Sekunden sichtbar.
Eine Live-Anmeldung sagt mehr als jedes Dokument
Sammelkonten, Standardkonten, fehlende MFA und zu weite Rechte zeigen sich sofort am realen System.
Der Nachweis ist da – aber falsch
Evidenz kann veraltet, unvollständig oder dem falschen Control zugeordnet sein. Dann zählt sie nicht.
Empfehlung ist nicht Feststellung
Eine sinnvolle Zusatzforderung des Prüfers und eine konkrete ISA-Anforderung werden sachlich getrennt – sonst wächst der Maßnahmenplan unnötig.
Das Tool antwortet nicht
Ein GRC- oder ISMS-Tool unterstützt Struktur und Fristen. Im Assessment wird der Prozesseigner gefragt, nicht die Software.
Was ein Partner über die Zusammenarbeit sagt.
UBESAFE hat uns in wichtigen Projekten wie der Einrichtung von M365 und dem Aufbau unserer Website und als Partner bei TISAX®-Projekten unterstützt. Besonders begeistert hat mich die Art, wie unkompliziert (und effizient) die Kommunikation und Umsetzung der Lösungen war. UBESAFE steht für mich für Innovationskraft und einer hohen Qualität der Arbeit, die sich anfühlt wie eine echte Partnerschaft, die unser Unternehmen voranbringt. Die Zusammenarbeit kann ich sehr empfehlen, weil das Team jederzeit mit Expertise und Engagement überzeugt und uns stets zuverlässig unterstützt hat.
Uwe Treubrodt
Geschäftsführer, Treubrodt Information Security GmbH
Sie wissen nicht, ob Ihre Nachweise standhalten?
Das interne Audit zeigt es Ihnen vor dem Assessment – priorisiert und mit klarer Readiness-Aussage.
Das Closing Meeting ist der nächste Startpunkt.
Mit dem Closing Meeting des Initial Assessments beginnt die maximal neunmonatige Korrektur- und Follow-up-Phase.
Konform
Die Umsetzung entspricht den Anforderungen im geprüften Scope. Das Ergebnis wird über ENX geteilt.
Geringfügige Nichtkonformität
Es bestehen Abweichungen ohne wesentliche Schutzwirkung. Ein akzeptierter Korrekturmaßnahmenplan kann temporäre Labels ermöglichen.
Wesentliche Nichtkonformität
Zunächst sind wirksame Korrekturen erforderlich. Temporäre Labels stehen in diesem Fall nicht zur Verfügung.
Temporäre Labels sind kein Schnellweg
Sie setzen eine passende Gesamtbewertung und einen akzeptierten Korrekturmaßnahmenplan voraus. Sie ersetzen keine Vorbereitung und lassen sich nicht einplanen.
So arbeiten wir Feststellungen ab: Ursache → Risiko → Maßnahme → Verantwortlicher → Termin → korrigierte Richtlinie und Technik → validierter Nachweis → dokumentiertes Restrisiko. Das Ergebnis eines Assessments kann niemand garantieren – wir sorgen dafür, dass die Voraussetzungen belegbar vorliegen.
Sie haben bereits Feststellungen erhalten? Wir strukturieren den Korrekturmaßnahmenplan und die Nachweisführung.
Nach dem Label beginnt der laufende Betrieb.
TISAX®-Labels sind grundsätzlich drei Jahre gültig. In dieser Zeit muss das ISMS nachweisbar weiterlaufen – sonst startet das Reassessment faktisch bei null.
Berechtigungen und Identitäten
Regelmäßige Berechtigungsreviews, Rezertifizierung, Admin-Konzept und dokumentierte Ein- und Austrittsprozesse.
Risiken und Maßnahmen
Risikoreviews nach Plan, Wiedervorlage akzeptierter Risiken und Nachverfolgung offener Maßnahmen.
Notfall und Wiederanlauf
Notfallkette testen, Restore- und Wiederanlauftests durchführen und die Ergebnisse belegen.
Lieferanten und Exit
Lieferantenreviews, Nachweise der Provider und praktisch geprüfte Exit-Strategien.
Awareness und Angriffserkennung
Schulungen mit Wirksamkeitsnachweis, Phishing-Simulationen sowie Auswertung von SIEM-Alarmen, Schwachstellen und Incidents.
Audit und Managementbewertung
Internes Audit, Managementbewertung, Bewertung neuer ISA-Versionen und frühzeitige Vorbereitung des Reassessments.
Servicemodell: Auf Wunsch übernimmt UBESAFE die Rolle als externer ISB – kombinierbar mit Managed IT oder Managed Security. Sie behalten Entscheidungen, Budgets und Prioritäten. Die benannte Rolle gibt es als monatliche Pauschale statt als Vollzeitstelle, Laufzeit zwölf Monate. Vor-Ort-Termine und eine Meldekette am Wochenende sind optional zubuchbar. Externer Informationssicherheitsbeauftragter im Detail.
Verantwortung auf Führungsebene ist eine eigene Rolle: Der externe CISO berichtet direkt an die Geschäftsführung – ab 1.950 € netto im Monat, ein Tag im Monat inklusive.
Externer ISB · Basis
Benannte Rolle, monatlicher Jour fixe, Pflege der Sicherheitsdokumentation, Reaktion auf Vorfälle, jährlicher Managementbericht.
ab 880 €
Externer ISB · Plus
Alles aus Basis, zwei Termine je Monat, Risikomanagement mit Maßnahmenplan, Begleitung interner Audits, Awareness-Impuls je Quartal.
ab 1.320 €
Externer ISB · Premium
Alles aus Plus, jährliches internes Audit und Begleitung des Assessments – alles, was zur TISAX®-Begleitung gehört, wenn es knapp wird.
ab 2.500 €
Label vorhanden, Betrieb offen? Wir übernehmen Reviews, Nachweisplanung und Reassessment-Vorbereitung.
Ein Assessment entsteht nicht am Audittag.
„Ein erfolgreiches TISAX®-Assessment entsteht dadurch, dass Risiken nachvollziehbar bewertet, Richtlinien eindeutig formuliert, technische Maßnahmen wirksam umgesetzt und Nachweise so strukturiert werden, dass der Prüfer sie ohne Umwege findet.“
Alexander Brütsch
Geschäftsführer & CISO, UBESAFE GmbH
Was vor dem Start und im Assessment geklärt sein sollte.
Wer braucht TISAX®?
TISAX® wird vor allem von Unternehmen benötigt, die schützenswerte Informationen für OEMs, Tier-1-Zulieferer oder andere Teilnehmer der Automobilindustrie verarbeiten. Maßgeblich ist die konkrete Kunden-, Vertrags- oder Vergabeanforderung – nicht allein die Branche.
Reicht eine Kundenanforderung per E-Mail für den Projektstart?
Ja. Wir übersetzen sie zunächst in Assessment-Ziele, Assessment-Level, Schutzbedarf, Scope und Terminrahmen. Unklare Punkte stimmen Sie danach mit dem fordernden Kunden ab, bevor Zeit und Budget auf falschen Annahmen geplant werden.
Ist TISAX® eine Zertifizierung?
Nein. Umgangssprachlich wird häufig von einer Zertifizierung oder einem Zertifikat gesprochen. Formal geht es um ein Assessment und den Austausch von Assessment-Ergebnissen beziehungsweise TISAX®-Labels über ENX. UBESAFE bereitet vor; das Ergebnis vergibt ausschließlich ein ENX-zugelassener Prüfdienstleister.
Was ist der Unterschied zwischen AL2 und AL3?
Bei AL2 erfolgt eine Plausibilitätsprüfung von Selbsteinschätzung, Nachweisen und Interviews, typischerweise remote. AL3 verlangt eine deutlich tiefere Verifikation und umfasst Vor-Ort-Prüfungen sowie technische und organisatorische Stichproben.
Kann unser Unternehmen AL2 oder AL3 selbst wählen?
Nur wenn der fordernde Kunde keine eindeutige Vorgabe gemacht hat. In der Praxis leiten sich Level und Assessment-Ziele aus Schutzbedarf, Informationsart und Kundenanforderung ab. Eine niedrigere Einstufung kann wertlos sein, wenn der Kunde AL3 erwartet.
Welche Assessment-Ziele können relevant sein?
Typisch sind Informationssicherheit bei hohem oder sehr hohem Schutzbedarf, Prototypenschutz, Datenschutz sowie hohe oder sehr hohe Verfügbarkeit. Die Kombination bestimmt zusätzlich betrachtete Prozesse, Bereiche, technische Maßnahmen und Nachweise.
Was bedeuten Prototypenschutz und hohe Verfügbarkeit praktisch?
Prototypenschutz erweitert die Prüfung unter anderem um Zonen, Zutritt, Besucher, Transporte, Foto- und Geheimhaltungsregeln. Hohe Verfügbarkeit lenkt den Blick stärker auf Abhängigkeiten, Notfallvorsorge, Wiederanlauf, Tests sowie RTO- und RPO-Aussagen.
Welche Standorte gehören in den Scope?
In den Scope gehören alle relevanten Orte, Dienste und Verantwortlichkeiten, an denen erfasste Informationen verarbeitet oder geschützt werden. Dazu können Niederlassungen, zentrale IT, Homeoffice, Rechenzentren, Cloud-Plattformen und externe Administratoren gehören.
Müssen Homeoffice und externe Dienstleister betrachtet werden?
Ja, sofern sie den Scope beeinflussen. Bei Homeoffice zählen Regeln, Endgeräte, Identitäten und Datentransfer. Bei Dienstleistern werden Auswahl, Verträge, Sicherheitsanforderungen, Nachweise, Überwachung und Exit-Strategie betrachtet.
Wie lange dauert ein normales TISAX®-Projekt?
Für eine belastbare organisatorische und technische Umsetzung sind meist sechs bis zehn Monate realistisch. Der Zeitraum hängt von Scope, Reifegrad, Standorten, technischer Lücke, Kundenzuarbeit, Entscheidungswegen und Prüfdienstleister-Verfügbarkeit ab.
Kann UBESAFE ein Projekt in acht Wochen vorbereiten?
Nach einer Machbarkeitsprüfung kann ein Projekt stark verdichtet werden. Dafür braucht es sofort verfügbare Fachbereiche, kurze Freigabewege, priorisierte Umsetzung und reservierte Kapazitäten. Der Zusatzaufwand erhöht die Kosten; das Ergebnis des Assessments kann niemand garantieren.
Wann sollten wir uns bei ENX registrieren?
Die Registrierung sollte geplant werden, sobald Scope und Assessment-Ziele belastbar sind. Wenn der Kundentermin Spielraum lässt, empfehlen wir vor der verbindlichen Assessment-Beauftragung ein internes Audit und eine Readiness-Entscheidung. Bei knappen Fristen können Registrierung und Kapazitätsabfrage parallel laufen.
Startet mit Registrierung oder Kick-off die offizielle Neun-Monats-Frist?
Nein. Nach dem ENX Participant Handbook beginnt die maximale Korrektur- und Follow-up-Phase mit dem Closing Meeting des Initial Assessments. Kunden oder Prüfdienstleister können jedoch eigene frühere Liefer- und Terminfristen setzen.
Wann wählen wir einen Prüfdienstleister?
Sobald Ziele, Scope, Sprache, Standorte und ein realistisches Terminfenster feststehen, sollten Verfügbarkeit und Konditionen ENX-zugelassener Prüfdienstleister geprüft werden. Beratung und unabhängiges Assessment bleiben getrennt.
Was kostet die Umsetzungsbegleitung durch UBESAFE?
Für einen kleinen Standort mit rund zehn Mitarbeitenden und klarem Scope kalkulieren wir AL2 ab 12.000 Euro und AL3 ab 18.000 Euro netto – internes Audit, Richtlinien und Nachweisführung sind darin enthalten. Für ein Unternehmen mit rund 50 Mitarbeitenden an einem Standort liegt der UBESAFE-Anteil bei AL2 bei etwa 18.000 Euro netto. Mehr Standorte, größerer Scope oder zusätzliche Assessment-Ziele erhöhen den Aufwand.
Welche Kosten kommen zusätzlich hinzu?
Zusätzlich fallen die ENX-Registrierung mit 405 Euro je Standort und das offizielle Assessment durch den Prüfdienstleister an – für AL2 üblicherweise rund 3.500 Euro, für AL3 eher 6.000 bis 7.000 Euro. Je nach Projekt kommen Reisen, Lizenzen, Hardware, bauliche Maßnahmen, Penetrationstests oder Managed Services hinzu. Diese Positionen weisen wir getrennt aus.
Warum können größere Projekte deutlich teurer sein?
Mehrere Standorte bedeuten zentrale und lokale Interviews, unterschiedliche technische Realitäten, mehr Evidenz sowie Reise-, Sprach- und Abstimmungsaufwand. Pro Standort entsteht ein eigener Dokumentensatz – der Umfang wächst nicht linear, aber er wächst. Gruppen- und Konzernprojekte bekommen deshalb erst nach einem strukturierten Scoping einen Korridor.
Was muss unser Unternehmen selbst zuliefern?
Die Einstiegspreise gehen bereits von geringer eigener Zuarbeit aus – wir übernehmen also den Großteil. Nötig sind eine entscheidungsfähige Projektleitung, erreichbare Fachbereiche, Zugang zu vorhandenen Richtlinien und Systeminformationen sowie zeitnahe Freigaben. Je mehr Sie selbst beisteuern, desto niedriger fällt der Aufwand aus.
Warum sind Risikoregister und ISA-Katalog so wichtig?
Das Risikoregister begründet, welche Maßnahmen priorisiert, reduziert, übertragen oder befristet akzeptiert werden. Der ausgefüllte ISA-Katalog beschreibt je Control die Umsetzung und verlinkt Richtlinien, Verantwortliche, technische Maßnahmen und Nachweise.
Dürfen hohe Risiken akzeptiert werden?
Eine Akzeptanz kann begründet und formal freigegeben werden, sollte bei hohen Risiken aber nicht unbegrenzt gelten. UBESAFE dokumentiert Verantwortlichen, Behandlung, Restrisiko, Freigabe, Prüfdatum und Wiedervorlage.
Warum reicht eine Richtlinie für Reifegrad 3 nicht aus?
Eine Richtlinie ist nur die Vorgabe. Der Prozess muss definiert, verantwortlich, regelmäßig durchgeführt, nachvollziehbar belegt und auf Wirksamkeit geprüft sein. Deshalb verbinden wir Control, Ablauf, Technik und aktuellen Nachweis.
Kann ein GRC- oder ISMS-Tool die Vorbereitung automatisieren?
Ein Tool kann Struktur, Fristen und Verlinkungen unterstützen. Es ersetzt aber weder Risikoentscheidungen noch Prozessverständnis. Im Assessment werden Verantwortliche gefragt, nicht das Tool.
Setzt UBESAFE technische Maßnahmen selbst um?
Ja. Abhängig von Lücke und Risiko übernimmt UBESAFE unter anderem M365-Härtung, MFA, Berechtigungsreviews, Firewall und Segmentierung, Endpoint-Security, SIEM/MDR, Restore-Tests, Schwachstellenmanagement, Penetrationstests und technische Nachweisführung.
Was umfasst das interne TISAX®-Audit?
Wir prüfen Richtlinien und Control-Beschreibungen, befragen Geschäftsführung, IT und Fachbereiche, bewerten Nachweise und führen technische sowie organisatorische Stichproben durch. Ergebnis ist ein priorisierter Bericht mit Konformitätsbewertung und Maßnahmenplan. In den AL2- und AL3-Paketen ist das Audit enthalten; einzeln beauftragt liegt es bei 3.500 bis 6.500 Euro netto, bei paralleler Beauftragung einer weiteren Leistung bei 3.500 Euro.
Welche Live-Stichproben sind im AL3-Assessment typisch?
Möglich sind Anmeldungen mit Admin- oder Benutzerkonten, Passwort- und MFA-Konfiguration, Berechtigungen, Patchstände, Firewall-Regeln, Protokollierung, Restore-Nachweise, Zutritt, Besuchermanagement, Clean Desk und die Erreichbarkeit einer Notfallkette.
Wie werden Mitarbeitende auf den AL3-Tag vorbereitet?
Mitarbeitende kennen ihre Rolle, antworten nur zu ihrem Bereich, raten nicht, holen bei Unsicherheit den Prozesseigner hinzu und zeigen ausschließlich den passenden Nachweis. Empfang, Besucherregeln, Zonen, Bildschirm-Sperre, Clean Desk und Meldewege werden realistisch geprüft – ohne Inszenierung.
Kann UBESAFE am Assessment teilnehmen?
Ja. Bei vereinbarten Terminen unterstützt UBESAFE bei Nachweisnavigation, technischer Einordnung, Control-Zuordnung und Dokumentation von Rückfragen. Die verantwortlichen Mitarbeitenden beantworten ihre fachlichen Fragen weiterhin selbst.
Was passiert bei Nichtkonformitäten?
Bei einer geringfügigen Nichtkonformität kann ein akzeptierter Korrekturmaßnahmenplan temporäre Labels ermöglichen. Bei einer wesentlichen Nichtkonformität sind zunächst wirksame Korrekturen erforderlich. UBESAFE strukturiert Ursache, Maßnahme, Verantwortlichen, Frist und Nachweis.
Sind temporäre Labels ein planbarer Schnellweg?
Nein. Temporäre Labels setzen eine passende Gesamtbewertung und einen akzeptierten Korrekturmaßnahmenplan voraus. Sie sind kein Ersatz für Vorbereitung und bei wesentlichen Nichtkonformitäten nicht verfügbar.
Wie lange sind TISAX®-Labels gültig?
TISAX®-Labels sind grundsätzlich drei Jahre gültig. Während dieser Zeit müssen Risiken, Reviews, Schulungen, technische Kontrollen, Lieferanten, Notfalltests und Nachweise weitergeführt werden. Das Reassessment sollte frühzeitig beginnen.
Was übernimmt UBESAFE nach dem Label?
Auf Wunsch übernimmt UBESAFE den laufenden ISMS-Betrieb als externer ISB oder CISO sowie Managed IT und Managed Security – inklusive Risiko- und Maßnahmenreviews, Nachweisplanung, Awareness, SIEM/MDR, Restore-Tests, internen Audits und Reassessment-Vorbereitung.
Ihre Frage ist nicht dabei? Stellen Sie sie direkt – Antwort in der Regel innerhalb eines Werktages.
Wofür steht TISAX®?
TISAX® steht für Trusted Information Security Assessment Exchange. Es ist ein vom VDA entwickelter und von der ENX Association betriebener Prüf- und Austauschmechanismus für die Informationssicherheit in der Automobilindustrie.
Geprüft wird gegen den VDA-ISA-Katalog. Das Ergebnis ist kein Zertifikat im klassischen Sinn, sondern ein Assessment-Ergebnis mit Labels, die über die ENX-Plattform kontrolliert mit Geschäftspartnern geteilt werden.
Unterschied zu ISO 27001: Der VDA ISA orientiert sich eng an ISO 27001, ist aber auf die Automobilindustrie zugeschnitten und ergänzt Themen wie Prototypenschutz. ISO 27001 wird von einer akkreditierten Stelle zertifiziert und ist branchenoffen; TISAX® endet mit Labels, die nur über ENX geteilt werden. Ein bestehendes ISMS nach ISO 27001 ist eine sehr gute Ausgangslage, ersetzt das TISAX®-Assessment aber nicht. Mehr dazu auf unserer Seite zur ISO 27001.
TISAX® ist eine eingetragene Marke der ENX Association. UBESAFE ist kein ENX-zugelassener Prüfdienstleister, führt keine Assessments durch und vergibt keine Labels. Wir beraten, setzen organisatorisch und technisch um, prüfen intern und begleiten das Assessment.
Den Schutzbedarf Ihrer Dokumente ordnen Sie mit dem Klassifizierungs-Kompass ein.
TISAX® im Security Blog
Begriffe, Kosten und Assessment-Level – vertieft in drei Beiträgen.
TISAX®-Zertifizierung: Warum es keine ist – und was Sie stattdessen brauchen
AL1, AL2 oder AL3? Welches TISAX Assessment Level Sie wirklich brauchen
Was kostet TISAX wirklich? Der vollständige Kostenüberblick
TISAX-KOSTEN „Was kostet TISAX?“ ist meist die erste Frage, sobald ein OEM das Label verlangt – und die am schwersten pauschal zu beantwortende. Der Grund: TISAX-Kosten verteilen sich auf drei
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